Der Kirchenchor an St. Cyriak verbrachte jüngst einen schönen Ausflugssonntag im Kloster Maulbronn und den benachbarten Orten Knittlingen und Oberderdingen.
Am Sonntag, 11. Oktober 2026, starteten wir zeitig am Morgen mit dem Bus in Dielheim, da wir in der Klosterkirche Maulbronn den evangelischen Sonntagsgottesdienst mit zur Liturgie und zu den Texten der Pfarrerin sehr gut passenden Liedern mitgestalten durften.
Ein besonderes Erlebnis an diesem eindrucksvollen Ort. Denn das Kloster Maulbronn gilt als die am vollständigsten erhaltene mittelalterliche Klosteranlage der Zisterzienser nördlich der Alpen und ist seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe. Der Legende nach wurde das Kloster an der Stelle gegründet, wo ein Maulesel auf Wasser stieß.

Nach einem kleinen Vesper auf dem Klosterhof wurden wir durch die Klausur des Klosters geführt. Die Gästeführerin erklärte uns lebhaft und humorvoll die Geschichte des Klosters, architektonische Besonderheiten und sehr anschaulich das Leben der Mönche und der Laienbrüder, das im Wesentlichen aus Beten und Arbeiten bestand. Am eindrucksvollsten dabei sicherlich der Kreuzgang und das eichene Chorgestühl. Der Ausspruch „Halt die Klappe!“ bedeutete ursprünglich, dass der Mönch die Sitzklappe des Chorstuhls nicht fallen lassen sollte, um die Andacht und Stille nicht zu stören.
Da an diesem Sonntag Klostererlebnistag war, konnten wir uns an verschiedenen Ständen, die im Klosterhof aufgestellt waren, verköstigen, bevor es weiterging ins nahe Knittlingen.
Dort trafen wir uns am neuen Rathaus mit einer weiteren Gästeführerin, die sich zunächst davon überzeugen lassen wollte, dass wir wirklich ein Chor sind und singen können.
Sie führte uns anschließend durch das alte Knittlingen, das vor allem durch den 1480 dort geborenen Arzt und Astrologen Dr. Georg Johann Faust, der Vorbildfigur von Goethes Faust, bekannt ist. So kamen wir am Geburtshaus von Dr. Faust, dem Faustmuseum, der Kirche, der Kelter und dem Pfleghof vorbei. Angesichts der kühlen Witterung bekamen wir zum Abschluss der Führung noch was Wärmendes eingeschenkt. Dennoch zog es uns alle anschließend noch ins Café, bevor wir nach Oberderdingen weiterfuhren.
Oberderdingen besitzt einen behutsam sanierten historischen Ortskern. Diesen konnte man auf einem kleinen Spaziergang bei inzwischen etwas wärmeren Temperaturen erkunden, oder an einer Weinprobe im Weingut Lutz teilnehmen. Dort ließen wir den Tag im geräumigen Gewölbekeller bei gutem Essen und Wein in geselliger Runde ausklingen.
S. Schork





































































































































